Shorten the Distance

Das Jugendprojekt  in Malawi steht vor dem Start!

SHORTEN THE DISTANCE!

den Abstand verkürzen – so heißt die Hilfsorganisation, die Kindern und Jugendlichen in Kasungu (Malawi) zu einem besseren Leben verhelfen möchte. Gegründet wurde die Organisation im Jahr 2015 von dem Berliner Jacob Gondwe-Köttner, der in Malawi geboren wurde, dort seine ersten Lebensjahre verbrachte und die Probleme aus nächster Nähe kennt. Deswegen ist Shorten The Distance keine Organisation, die bedürftige Menschen von oben herab behandelt, sondern gemeinsam mit ihnen die nächsten Projekte erarbeitet- ganz auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Die Wege müssen verkürzt werden: zur Wasserversorgung, zu einer gesunden Lebensweise und zur schulischen Berufsausbildung zugunsten einer guten Infrastruktur für die Bevölkerung. Durch die direkte Kooperation und Zusammenarbeit mit den Einwohnern in Kasungu vermittelt Shorten The Distance das notwendige Wissen und bindet national und international agierende Experten wie z.B vom Senior Experten Service zur Unterstützung mit ein. Damit möchten wir das Selbstbewusstsein und die Eigeninitiative der Einwohner fördern.

 

Entstehung des Projekts:

Als Jacob 2013 seine Heimatstadt Kasungu (Malawi) besuchte, traf er dort auf der Straße viele talentierte Jugendliche, die musizierten, freestylten, rappten und tanzten. Aus dem Wunsch, die Jugendlichen in Kasungu zu unterstützen, startete er ein kleines Musikprojekt mit ihnen. Daraus entstand der Song „Never let you go“, zu dem ein Musikvideo in einem verlassenen Hühnerstall gedreht wurde. Auch nach der Zusammenarbeit blieben die Künstler in Kontakt. 2015 gründeten sie den Verein Shorten the Distance unter der Rechtsform einer CBO (Community Based Organisation). Im Sommer 2019 wurde der Verein Shorten the Distance in Malawi (unter der Rechtsform: NGO) gegründet.

 

Ziele des Projekts:

Der erste Projektabschnitt sollen mit Unterstützung von Kooperationspartnern in Berlin zwei Brunnen-Anlagen in Chiuno Village, Kasungo sein. Die eine Anlage wird im Dorf gebaut, die zweite auf einem angrenzenden Grundstück, das Shorten the Distance als Baugrund erworben hat.

Auf diesem Grundstück entsteht als zweiter Projektabschnitt ein Jugendzentrum. Dieses soll einen Arbeits- und Erfahrungsraum bieten, um Musik und Kunst zu erschaffen, einen Berufs- und Lebensweg für sich zu finden und sich gegenseitig bei Alltagsproblemen zu unterstützen. Das Projekt will zugleich die Debatte über politische Themen wie Bildung, Gesundheit, HIV, Gleichberechtigung, Arbeitsrechte, Korruption und Migration fördern. So sollen Wege eröffnet werden, sich zu engagieren und politisch zu organisieren. Es finden kulturelle Veranstaltungen statt, Unterricht für Schüler, Seminare und Workshops.

Langfristig wird das Jugendzentrum als Kultur- und Ausbildungseinrichtung jungen Menschen eine Perspektive eröffnen, um die noch immer bestehende Kinderarbeit auf den Tabakplantagen in Kasungu nachhaltig einzudämmen und zu beseitigen.

 

Wichtige Themen sind:

  • Wie kann sich die junge Generation in Malawi weiterentwickeln?
  • Wie können die Jugendlichen Zugang zu Bildung erhalten?
  • Welche Berufsperspektiven bieten sich zu Hause und im Ausland?
  • Wie können sich Jugendliche weltweit vernetzen und unterstützen?

Unser Projekt wird den Kindern und Jugendlichen dabei helfen, sich aus oft prekären Situationen zu befreien und den Grundstein für ein besseres, sicheres Leben legen. Langfristig soll ein grenzüberschreitender Austausch entstehen, in dem sich die Jugendlichen gegenseitig in ihrem kreativen Schaffen fördern und gemeinsam lebenspraktische und politische Perspektiven entwickeln. Zeitgemäße Kommunikationsmedien erschließen hierzu viele Möglichkeiten.

 

Wie wir unsere Ziele erreichen wollen:

Das Projekt Shorten the Distance ist als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht. Um eigenständig und unabhängig zu werden, müssen Menschen auf sich selbst vertrauen können.

Durch Selbstbau von Solarkochern oder Wasserbrunnen, Upcycling, Permakultur und ähnlichen Techniken können die Beteiligten ihre Lebenshaltungskosten (Energie) verringern und zusätzliches Einkommen erwerben. Auch die Mitarbeit am Aufbau des Jugendzentrums bietet viele Möglichkeiten, sich praktisch und kreativ zu entfalten. Da besonders häufig Mädchen ihre Schulbildung vorzeitig abbrechen, werden diese zu möglichst hohen Abschlüssen ermutigt und ihnen dazu gegenüber ihren Familien der Rücken gestärkt.

Wir glauben daran, dass jeder Mensch in der Lage ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, wenn er/sie über die richtigen Werkzeuge, Techniken und sozialen Ressourcen verfügt. Solche “Werkzeuge” wollen wir nach Kasungu bringen.  

Quicklinks

Be smart,  Shorten the Distance